Interaktive Internetseite über Hagen in der NS-Zeit

Pablo Arias Meneses und Rudolf Steffens vom Rahel-Varnhagen-Kolleg Hagen berichten aus ihrem Projekt.

 

Vor anderthalb Jahr stellten wir beim Deutschen Lehrkräfteforum unsere Internetseite „Hagener Stolpersteine“ vor. Die Schülerinnen und Schüler haben diese zwischenzeitlich mit einem historischen Rundgang durch den Stadtteil Emst, in dem unsere Schule liegt ergänzt Stationen des Rundgangs sind hauptsächlich Wohnungen von Opfern und Tätern. Die Schüler haben Biographien recherchiert, kurze Texte mit Fotos verfasst und in mehreren Sprachen vertont.

Parallel haben wir uns mit den Hagener Opfern der Euthanasie und der Zwangssterilisierungen beschäftigt. Von einer kleinen Aktion, einem Nachruf für ein Opfer am 27.1.2020, berichtete sogar „Der Spiegel“. Im Mai 2020 werden wir mit der Caritas eine Wanderausstellung zum Thema eröffnen.

Wieder mit dieser lokalen, empathischen Perspektive sammeln wir Informationen über Hagener Deserteure der Wehrmacht. Bisher haben wir 50 gefunden, davon wurden 29 hingerichtet oder starben in KZs oder Strafeinheiten. Die meisten waren jünger als 24, also im Alter unserer Abendschülerinnen und Abendschülern. Dank Spenden konnten wir Gedenkstätten und Archive zum Thema besuchen. Durch eine Briefaktion und eine Annonce haben wir Fotos von Angehörigen erhalten.

Im Deutschen Lehrkräfteforum wurde uns deutlich, wie wichtig ist, sich zu vernetzen. Wir arbeiten mit der Emscherschule (Dortmund), die wie wir eng mit dem lokalen Heimatverein an bildungspolitischen Projekten arbeitet. Unser Heft über Emst wurde zusammen mit dem Gymnasium Hohenlimburg, der Grundschule Emst und der Gustav-Heinemann-Förderschule vorgestellt.

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