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Projekte Informationen zu den 2021 eingereichten Projekten


And the Oscar goes to ... taking students to Hollywood in a Global Simulation

Jule Inken Müller, Georg-August-Universität Göttingen (Englischdidaktik und Geisteswissenschaftliches Schüler:innenlabor YLAB), und Simone Goerttler, Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule Göttingen

In dem Projekt "And the Oscar goes to ... – taking students to Hollywood in a Global Simulation" erarbeiten Masterstudierende des Fachs Englisch auf Lehramt eine Globale Simulation auf Englisch, in der Achtklässlerinnen und Achtklässler in den Rollen von Fans, Stars und Journalistinnen und Journalisten für einen Vormittag ins englischsprachige Hollywood geführt werden, welches von den Studierenden durch Requisiten und Dekoration auch räumlich geschaffen wird. Dort nehmen die Schülerinnen und Schüler (SuS) an einer Preisverleihungszeremonie im Stile der Oscars teil und erfüllen an einzelnen Stationen – ähnlich einem Stationenlernen – Aufgaben auf Englisch, zum Beispiel an einer Bar ein Getränk bestellen, in der PhotoBooth Fotos mit anderen Teilnehmenden machen, im Press Room ein Interview führen u.v.m. Auf diese Rollen werden die SuS von den Studierenden in einer Praxisphase in der Schule vorbereitet: Die SuS entwickeln für sich eine Rolle, erstellen Filmtrailer, Zeitungsartikel, Dankesreden, Fanposter, Bewerbungen für ein Meet and Greet, Podcasts u.v.m. Diese Produkte werden dann bei der Verleihung am Tag der Simulation selbst prämiert. Der Tag der Preisverleihung findet normalerweise im geisteswissenschaftlichen Schülerlabor YLAB statt, wurde jedoch auf Grund der COVID-19-Pandemie zuletzt an der Schule durchgeführt. Vermutlich wird dies auch im Wintersemester 2021/22 der Fall sein. Um den Konferenzraum der Schule in ein lebensnahes Setting für die Oscarverleihung zu verwandeln, benötigen wir besondere Requisiten und Dekoration.

Ziele und Zielgruppe
Das Projekt richtet sich einerseits an die SuS, deren kommunikative Kompetenzen in der Fremdsprache einschließlich ihrer Motivation zur Nutzung des Englischen durch das handlungsorientierte Projekt gefördert werden sollen. Andererseits wird den Lehramtsstudierenden eine einmalige Praxiserfahrung ermöglicht. Diese erleben durch das semesterbegleitende Unterrichten den Schulalltag intensiver, als dies in einem Blockpraktikum in den Semesterferien der Fall wäre. Gleichzeitig bietet der projektbasierte Unterricht einen geschützten Raum, in dem sie sich außerhalb des normalen Schulalltags ausprobieren und reflektieren können.

Methodik und Didaktik
Bei einer Globalen Simulation wird für einen gesetzten Zeitpunkt eine fremdsprachige Welt geschaffen, in der die Beteiligten Rollen annehmen, in denen sie in der Fremdsprache interagieren. In der Praxisphase wird die Simulation vorbereitet und Produkte für die Verleihungszeremonie erstellt. Das Projekt zeichnet sich durch ein handlungs- und produktionsorientiertes Vorgehen aus, da im Zentrum des Unterrichts das Erstellen der Produkte steht. Im Sinne der Binnendifferenzierung können die Rollen und die zu erstellenden Produkte von den SuS nach Neigung/Schwierigkeitsgrad ausgewählt werden. Mit Oscars prämiert werden Produkte aus jeder Kategorie. In zwei Phasen vor und nach der Zeremonie gehen die SuS mit einem Laufzettel zu den Stationen und erfüllen kommunikative Aufgaben. Diese Art von Stationenlernen dient dem individualisierten Lernen, da die SuS Reihenfolge und Bearbeitungszeit selbst bestimmen können, und unterstützt das kooperative Arbeiten, wenn gemeinsam Aufgaben gelöst werden.

Durchführung
Das Projekt wird im Rahmen eines Master-Vertiefungsseminars mit den Studierenden vorbereitet. In der Schule werden die Studierenden von den jeweiligen Englischlehrkräften der Klassen unterstützt. Am Tag der Simulation moderieren die Studierenden, die die Lerngruppe jeweils vorbereitet haben, die Oscarzeremonie. Weitere Studierende aus dem Seminar sowie studentische Hilfskräfte und Dozierende der Englischdidaktik übernehmen die Betreuung an den einzelnen Stationen. Die Globale Simulation ersetzt die in der 8. Klasse verpflichtende Sprechprüfung; die Bewertung findet auf der Basis der Laufzettel und den Beobachtungen der anwesenden Lehrkräfte statt.

Erwartungshaltung
Das Projekt dient dazu, den SuS ein englisches Sprachbad zu ermöglichen – in einer englischsprachigen Umgebung zu (inter)agieren. Unter einem inklusiven Gedanken soll dies allen SuS der 8. Klasse an der IGS ermöglicht werden, ohne dass der finanzielle Hintergrund des Elternhauses eine Rolle spielt. Die SuS zeigten in der Vergangenheit im Projekt große Freude am Englischunterricht; während der Simulation blühten sonst sehr schüchterne Lernende sowie solche, die im schulischen Englischunterricht Probleme haben, auf und bewerteten die Simulation als persönliches Erfolgserlebnis. Die Teilnahme soll daher die Motivation für den Englischunterricht langfristig steigern. Für die Studierenden stellt das Projekt meist eine Bekräftigung des Berufswunschs dar. Sie lernen, wie Handlungsorientierung und eine dramapädagogische Großform im Unterricht eingesetzt werden können. Haben sie dies selbst durchgeführt, Herausforderungen und Lösungsansätze reflektiert, integrieren sie diese eher im Unterricht.

Zusammenarbeit / Akteure
Zusammenarbeit findet in diesem Projekt auf mehreren Ebenen statt: Zunächst einmal besteht eine Kooperation zwischen Universität und Schule, also zwischen wechselnden Dozierenden und Lehrkräften der 8. Klassen der Georg-Christoph-Lichtenberg Gesamtschule. Studierende der Universität planen gemeinsam mit den Lehrkräften und Dozierenden Unterricht und die Globale Simulation, welche dann mit den SuS des aktuellen 8. Jahrgangs durchgeführt wird. Die Projekttage finden im Göttinger geisteswissenschaftlichen Schüler:innenlabor YLAB statt.

Voraussetzungen
Das Projekt wird seit 2015 von wechselnden Dozierenden der Georg-August-Universität in Kooperation mit unterschiedlichen lokalen Schulen durchgeführt. Seit drei Jahren wird das Projekt nur noch mit der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule durchgeführt. Auf Planungsebene ist das Projekt also erfolgreich etabliert und für das Schuljahr 2021/22 bestehen feste Kooperationsabsprachen. Für das Drehen von Videos verwenden die SuS die iPads, die ihnen als iPad-Klasse zur Verfügung stehen. Als Schnittprogramm wird mit der kostenlosen iMovie App gearbeitet. In Bezug auf die für das Projekt benötigten Ressourcen haben sich einige Requisiten aus den vergangenen Jahren angesammelt, die immer wieder verwendet werden können. Da die Stationen für den Projekttag jedoch von den Studierenden in jedem Jahr neu geplant und errichtet werden, müssen auch jedes Jahr neue Anschaffungen getätigt werden, die auf Grund des begrenzten Budgets von Schule und Universität häufig improvisiert werden müssen.

Zeitplan
Im Wintersemester werden die Studierenden ab dem 27. Oktober 2021 in einem Mastervertiefungsseminar auf die am 29. November 2021 beginnende Praxisphase in drei 8. Klassen vorbereitet. Die drei Projekttage (einer pro Klasse) finden in der Woche vom 24. Januar 2022 statt. Im Sommersemester beginnt die Vorbereitung der Studierenden im Seminar am 20. April 2022, die Praxisphase in der Schule (in den drei anderen 8. Klassen) startet am 9. Mai 2022 Die Projekttage sind für die Woche vom 20. bis 24. Juni 2022 geplant.

Einsatz Fördergeld
Langfristige Anschaffungen zur Ausgestaltung des Projekts, um die Projekttage so authentisch wie möglich zu gestalten. Nur dadurch kann ein intensives Eintauchen in die Rollen und das Setting ermöglicht werden. Eine so gewährleistete gute Perspektivenübernahme führt zu einem engagierteren, authentischeren Sprecheinsatz. Kostümfundus mit Hüten, Taschen, Tüchern und weiteren Accessoires, um allen SuS zu ermöglichen, am Projekttag in ihre Rolle schlüpfen zu können.

Photo Booth: Gestell und Leinwände, sodass eine richtige Box entsteht, Requisiten. Bar: Shaker, Becher, nachhaltige Strohhalme aus Metall. Casting Station: Kostüme, um in weitere Rollen schlüpfen zu können. Bluetooth Boxen für Musik während der Verleihung und an den Stationen. Drehen der Videos in der Vorbereitungsphase: Mikrofone, da besonders bei Drehs draußen das Verständnis des Gesagten oft beeinträchtigt wird.

Kleine Oscartrophäen für die Gewinnerinnen und Gewinner der einzelnen Kategorien. Verpfelgungskosten SuS, Kopierkosten.

 

 



 

 

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